Muß Israel einen Präventivschlag gegen den Iran führen?
Nachdem schon am Sonntag ein ehemaliger israelischer Regierungsberater, Raanan Levy aus Rehovot, bei einem Israel-Abend in Korntal die Überzeugung geäußert hat, daß Israel innerhalb der nächsten zwei Jahre genötigt sein würde, die iranische Nuklearanlagen in einem Präventivschlag zu zerstören, erinnert der gestrige Newsletter der israelischen Botschaft in Deutschland mit einem H’Aretz-Artikel von Yoel Marcus an die Zerstörung des irakischen Atomreaktors Osirak durch Israel 1981 und an die Zerstörung eines syrischen Reaktors 2007. Auch hier wird ein Schlag gegen den Iran als »unvermeidlich« bezeichnet, um die Vernichtung Israels mit Nuclearwaffen abzuwenden.
Es sei dahingestellt, ob dies ein zufälliges Zusammentreffen von unabhängigen Äußerungen ist, ob Israel einen bereits geplanten Militärschlag gezielt publizistisch vorbereitet oder ob das öffentliche Nachdenken über einen Präventivschlag die diplomatische Zielsetzung hat, den Iran zum Einlenken zu bewegen. Fakt ist: Europäer und Amerikaner lassen Israel im Moment im Stich, wenn es darum geht, die atomare Bewaffnung Irans zu verhindern und lassen sich auf die Regeln Achmadinedshads ein, der auf Zeit spielt.
Über Levys Vortrag schreibt Idea:
Entschädigung für Juden aus arabischen Ländern
Israel strebt eine Entschädigung für jene Juden an, die aus den arabischen Ländern vertrieben wurden. Das Parlament, die Knesset, hat jetzt ein entsprechendes Gesetz verabschiedet. Es soll die Rechte jener Juden sichern, die ihr Eigentum und Vermögen in arabischen Ländern zurückzulassen mussten. Die meisten von ihnen kamen ohne einen Pfennig nach Israel. Betroffen waren nach Regierungsangaben 856. 000 Menschen.
Verletzte bei neuen Unruhen auf dem Tempelberg
JERUSALEM (inn) - Auf dem Jerusalemer Tempelberg ist es zu Auseinandersetzungen zwischen arabischen Steinewerfern und israelischen Polizisten gekommen. Bei den Zusammenstößen am Ende der muslimischen Freitagsgebete wurden Beamte und Palästinenser verletzt.
Ein Vertreter der islamischen Aufsichtsbehörde Wakf, Nadscheh Btirat, teilte mit, den Unruhen sei eine Predigt in einer Moschee vorausgegangen. Diese habe sich mit den Stätten im Westjordanland befasst, die in Israels Schusslinie stünden. Der Prediger habe darauf hingewiesen, dass man diese "islamischen Stätten" schützen müsse. Damit bezogen sich die Muslime auf die Gräber der biblischen Patriarchen und Rachels in Hebron und bei Bethlehem. Israel hat die Stätten in seine Nationalerbeliste aufgenommen.
Nach Btirats Angaben warfen nach dem Gebet etwa 300 junge Männer Steine auf die Polizisten. Sie zielten auch auf Juden, die an der Klagemauer beteten, schreibt die Tageszeitung "Ha´aretz". Die Polizei begab sich auf den Tempelberg zur Herkunft der Steinwürfe. Die Araber wichen in die Al-Aksa-Moschee zurück. Nach Gesprächen mit dem Wakf zogen sich die Polizisten zum Eingangstor zurück und gaben älteren Muslimen die Möglichkeit, das Gelände zu verlassen.
Gaza: Al-Qaida auf dem Vormarsch
Im Gaza-Streifen gewinnt der radikale Islamismus weiter an Stärke. Laut Berichten der Nachrichtenagentur Reuters und palästinensischer Zeitungen sieht sich die Hamas in ihrer Machtstellung immer mehr von Gruppierungen bedroht, die der Organisation Al-Qaida nahe stehen. Diese erfreuen sich auch wachsender Beliebtheit unter der lokalen Bevölkerung.
In der vergangenen Woche zündeten Aktivisten einer dieser fundamentalistischen Gruppierungen drei Sprengsätze im Flüchtlingslager al-Shati, unweit des Hauses von Hamas-Ministerpräsident Ismail Haniyeh. Vor zwei Wochen explodierte das Auto eines Polizeioffiziers der Hamas in Chan Yunis, parallel dazu zwei weitere Fahrzeuge von Hamas-Leuten in Gaza-Stadt.
Ziel von radikal-islamistischen Anschlägen sind auch Wagen des Roten Kreuzes gewesen und Apotheken, die Kondome verkaufen.
(Ha'aretz, 04.03.10)
Israel-Museum vereint getrennte Original-Bibeltexte
JERUSALEM (inn) - Im Israel-Museum in Jerusalem wurden jetzt zwei jahrhundertelang getrennte Bibeltexte zusammengeführt. Die Fragmente gehören zu den wenigen bisher gefundenen Bibelmanuskripten aus der Zeit zwischen dem 2. und 9. Jahrhundert, der sogenannten "Stillen Periode". Beide Teile wurden bislang an verschiedenen Orten aufbewahrt - erst durch ein Pressefoto kamen Forscher darauf, dass die Texte zusammengehören.
Pegel des Toten Meeres angestiegen
Der Wasserstand des Toten Meeres ist im vergangenen Monat erstmals nach vier Jahren wieder angestiegen. Der Grund dafür sind die massiven Niederschlagsmengen, die am vergangenen Wochenende im Einzugsgebiet des Jordans und den Gebirgsbächen zu verzeichnen waren, aus denen sich das Tote Meer speist. Wie die Wasserbehörde mitteilte, ist der Pegelstand im Laufe des Februars entgegen dem beinahe stabilen Trend des Wasserrückgangs um acht Zentimeter gestiegen. Im Februar des vergangenen Jahres war der Pegelstand um drei Zentimeter zurückgegangen. Auch im Einzugsbereich des Sees Genezareth und im westlichen Galiläa hat es im vergangenen Winter überdurchschnittlich große Mengen an Regen gegeben.
Tempelberg: Angriff auf Touristen
(01. März 2009/inn) - Dutzende palästinensische Jugendliche haben am Sonntag vom Tempelberg in Jerusalem aus Touristen mit Steinen beworfen. Die israelische Polizei stürmte daraufhin die religiöse Stätte. Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas warnte unterdessen in Jordanien vor einem Religionskrieg.
Hamasterrorist, dann Agent für Israel, heute Christ
(26. Februar 2010/tl.) – Der Sohn des führenden Hamas-Terroristen Sheik Hassan Yousef arbeitete zehn Jahre lang für den israelischen Geheimdienst. Mosab Hassan Yousef hatte sich von der Hamas abgewendet, nachdem er Zeuge der Brutalität wurde, mit der die Terrororganisation mit den eigenen Leuten umgeht. Vor drei Jahren konvertierte Hassan Yousef zum Christentum.
Historischer Fund: Jerusalemer Stadtmauer aus dem 10. Jh. v. Chr.
In Jerusalem ist unter der Leitung von Archäologen der Hebräischen Universität ein Abschnitt einer Stadtmauer aus dem 10. Jh. v. Chr. freigelegt worden, die möglicherweise von König Salomon errichtet wurde. Das Mauerstück befindet sich in dem als Ophel bekannten Gebiet zwischen der Davidstadt und der südlichen Begrenzung des Tempelbergs und ist 70 Meter lang und sechs Meter hoch. „Die Stadtmauer, die freigelegt wurde, zeugt von einer herrschaftlichen Präsenz. Ihre Stärke und Bauform deuten auf ein großes technisches Niveau hin“, berichtet Ausgrabungsleiterin Dr. Eilat Mazar. „Ein Vergleich dieses jüngsten Fundes mit Stadtmauern und Toren aus der Zeit des Ersten Tempels sowie Tonscherben vor Ort versetzen uns in die Lage, mit größter Wahrscheinlichkeit annehmen zu können, dass es sich bei der Mauer um jene handelt, die König Salomon in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts v. Chr. in Jerusalem errichtet hat.“
Ahmadinejad: Naher Osten ohne Zionisten
Irans Präsident Mahmoud Ahmadinejad ist heute in Damaskus eingetroffen, wo er sich mit Syriens Präsident Bashar Assad traf. Auf dem Programm seiner zweitägigen Visite stehen auch noch Gespräche mit dem Hamas-Politbüro-Chef Khaled Mashal und Hisbollah-Generalsekretär Hassan Nasrallah.
"Die arabischen Staaten werden einen neuen Nahen Osten ohne Zionisten und ohne Kolonialisten herbeiführen", erklärte der iranische Präsident nach seiner Ankunft in der syrischen Hauptstadt. "Wenn das zionistische Regime seine Fehler der Vergangenheit wiederholt, wird das zu seiner Vernichtung führen."
Noch vor seinem Abflug wies der wegen Irans Atomprogramm international in der Kritik stehende Ahmadinejad die Richtung für seinen Besuch: "Das zionistische Regime und seine Unterstützer bewegen sich weiter auf ihr Ende zu. In der gegenwärtigen Situation, in der Israel die Nachbarstaaten Palästinas bedroht und versucht, eine Spannung in der Region zu erzeugen, müssen Iran und Syrien die Gespräche wieder aufnehmen, um gemeinsam jede Bedrohung niederringen zu können."
Die syrische Staatszeitung Al-Bath verkündete heute in einem Leitartikel, nach drei Jahrzehnten des brüderlichen Verhältnisses und der Freundschaft könnten Syrien und Iran erneut ihr gegenseitiges Vertrauen bekräftigen.

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