EKD-Ratsvorsitz
Offener Brief vom 29.10.2009
Dipl.-Chem. Dr. Hans H. Penner, 76351 Linkenheim-Hochstetten
Herrn Dieter Kleinmann (MdL), Vorsitzender der Kommission für Kirchen und Religionsgemeinschaften des FDP -
Bundesverbandes
Sehr geehrter Herr Kleinmann,
wie Sie gestern mitteilten, haben Sie "die Wahl von Margot Käßmann zur neuen Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche
in Deutschland (EKD) begrüßt". Sie betrachten die Kirche ausschließlich aus politischen Gesichtspunkten. Aber eigentlich
ist Kirche etwas anderes.
Kirche ist die Gemeinschaft von Menschen, die an Jesus Christus glauben, der für die Schuld der Menschheit am Kreuz
gestorben ist und von Gott auferweckt wurde. Sein Grab war drei Tage nach der Bestattung leer.
Christen sind nach der Definition des Neuen Testamentes Menschen, die den auferstandenen Jesus als Autorität anerkennen.
Christen reformatorischen Glaubens erkennen die Bibel als einzige Autorität in Glaubensfragen an.
Unmißverständlich will Gott nach dem Zeugnis der Bibel die lebenslange Ehe. Frau Käßmann hätte als geschiedene Ehefrau
keine kirchlichen Ämter annehmen dürfen. Frau Käßmann ist ein destruktives Vorbild. Sie unterminiert das Zeugnis der
Bibel, daß der Glaube an Jesus Christus die Ehe auch in Krisensituationen hindurchtragen kann.
ZDF-Fernsehrat kritisiert Beitrag
Korntal/Mainz - Der ZDF-Fernsehrat hat am Freitag Teile des TV-Beitrags "Sterben für Jesus-Missionieren als Abenteuer" kritisiert. Der Beitrag war im August im Politikmagazin "Frontal 21" gezeigt worden. Wochen später folgte ein Bericht mit ähnlichem Inhalt in der ARD-Sendung "Panorama". Vor allem der ZDF-Beitrag hatte einen Sturm der Entrüstung ausgelöst, die Staatsanwaltschaft in Mainz ermittelt unter anderem wegen Volksverhetzung, und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hatte nach dem "Frontal21"-Bericht eine "Erklärung zur Diffamierung evangelikaler Christen" beschlossen und darin die "Mitchristen gegen Verunglimpfungen in Schutz" genommen.
Deutschland: Margot Käßmann leitet als erste Frau die Evangelische Kirche
An der Spitze der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) steht zum ersten Mal in ihrer Geschichte eine Frau. Die Hannoveraner Landesbischöfin Margot Käßmann wurde am Mittwoch auf der EKD-Synode in Ulm erwartungsgemäß zur neuen Vorsitzenden des Rats der EKD gewählt.
Käßmann erhielt bei der Abstimmung 132 von 142 möglichen Stimmen, nur fünf Synodale stimmten gegen die 51-Jährige. "Im Vertrauen auf Gottes Hilfe nehme ich die Wahl an", sagte Käßmann in ihrer ersten Reaktion. Nach dem bisherigen Verlauf der Synode war die Kür Käßmanns zur Nachfolgerin des aus Altersgründen nach einer Amtsperiode ausscheidenden Berliner Bischofs Wolfgang Huber erwartet worden. Käßmanns Bewerbung galten von Anfang an breite Sympathien. Im Vorfeld geäußerte Sorgen um Vorbehalte konservativer Kreise wegen der Scheidung der vierfachen Mutter vor zwei Jahren bewahrheiteten sich nicht. Mit der Wahl Käßmanns erhält die evangelische Kirche eine weibliche Doppelspitze. Bereits im Frühjahr war die Grünenpolitikerin Katrin Göring-Eckardt zur Vorsitzenden des Kirchenparlaments gewählt worden.
ZDF-Magazin korrigiert Beitrag über "Wort und Geist"
Die Organisation "Wort und Geist" ist eine umstrittene Bewegung. In ganz Deutschland unterhält sie Einrichtungen, veranstaltet Heilungsgottesdienste. Für Kritiker hat "die Sekte mit christlichem Glauben nichts mehr zu tun", wie das ZDF-Magazin "Frontal 21" in seiner letzten Sendung berichtete.
Erstmals Islam-Unterricht in der Grundschule
Nach einer Weile springt Sanem von ihrem Holzstuhl auf, gibt jedem die Hand und ruft dabei "Entschuldigung, Entschuldigung, Entschuldigung!". Mit dieser Versöhnungsgeste ist die Sache erledigt und die Unterrichtsstunde für alevitische Religion an der Brüder-Grimm-Schule in Hanau kann beginnen.
Warum ein Priester aus Bochum fliehen muss
"In unserem Viertel darfst du dich so nicht blicken lassen", pöbelten Jugendliche gegen den russisch-orthodoxen Geistlichen im schwarzen Talar. Nach fünf Jahren der Angriffe verlässt er jetzt aus Angst um seine Familie die Stadt.
Bochum (kath.net) "Das wird mir hier zu gefährlich, die Polizei kann uns ja auch nicht Tag und Nacht beschützen." Der Überfall am Sonntagabend gab den Ausschlag - Aleksej Ribakov verlässt jetzt mit seiner Frau und den zwei kleinen Kindern den Stadtteil Querenburg, wo er seit zehn Jahren lebt. In der knapp 380.000-Einwohner-Stadt im westdeutschen Nordrhein-Westfalen will er nicht bleiben: „Ich will nicht, dass meinen Kindern etwas zustößt.“ Das berichtet Ruhrnachrichten.de.
Als Ribakov am Sonntagabend aus dem Auto stieg, bedachten ihn drei Jugendliche zunächst mit „übelsten Beleidigungen“, dann schlugen sie ihm auf die Brust und spuckten ihm ins Gesicht. Als Grund gaben sie seine schwarze Priesterkleidung an: "In unserem Viertel darfst du dich so nicht blicken lassen."
Seit fünf Jahren wird er schikaniert – aus religiösen Beweggründen, wie er selbst vermutet. Von Unbekannten wurde er auf offener Straße immer wieder beschimpft und bedroht, sein Auto wurde beschädigt und mit Kot beschmiert. Immer wieder hat er Anzeige erstattet, nach der Tat am Sonntag hat die Polizei Ermittlungen eingeleitet.
Schutz der Religionsfreiheit im Koalitionsvertrag
Institut für Religionsfreiheit begrüßt Passage über Einsatz für weltweite Religionsfreiheit im Koalitionsvertrag.
(MEDRUM) Das Institut für Religionsfreiheit begrüßt die Aufnahme einer Passage über Religionsfreiheit und Einsatz gegen Christenverfolgung im Koalitionsvertrag. Das erklärte heute der Direktor des Internationalen Instituts für Religionsfreiheit (Bonn, Kapstadt, Colombo) der Weltweiten Evangelischen Allianz, Thomas Schirrmacher (Bonn).
Der Religionssoziologe und Professor für Theologe, Thomas Schirrmacher, begrüßt den ausdrücklichen Hinweis auf Religionsfreiheit und Christenverfolgung im Entwurf des Koalitionsvertrages, wie er heute den Fraktionen vorgelegt wird. Dort heißt es im Abschnitt, in dem die Bedeutung des Menschenrechtsschutzes für die Außenpolitik hervorgehoben wird: „Ebenso kontinuierlich wird sich die Bundesregierung weltweit für Religionsfreiheit einsetzen und dabei ein besonderes Augenmerk auf die Lage christlicher Minderheiten legen."
Liebe deinen nächsten Türken wie dich selbst
Peter Ischka gibt Neuauflage des Lukasevangeliums in Türkisch heraus.
(MEDRUM) Zur Zeit bereitet Peter Ischka eine Neuauflage eines türkisch-deutschen Lukasevangeliums vor. Es soll in der bewährten Übersetzung von Translations-Trust erscheinen..
Das 160-seitige Buch soll möglichst bald wieder verfügbar sein. In der neuen Ausgabe wird auch ein Bericht von Peter Ischka über seine Erfahrungen enthalten sein, die er als Christ in der Türkei gesammelt hat. Ischka sieht die kommende Ausgabe auch als ein Geschenk, mit dem türkischen Mitmenschen begegnet werden kann. Seine Begründung: "Muslime schätzen es, wenn Christen einen Standpunkt haben und sich nicht weiter zurückziehen. Wie wäre es, wenn wir im Dialog mit unseren türkischen Mitmenschen ihnen auch das geben, was uns selbst als Christen so wichtig ist", meint Ischka.
Mit diesem Standpunkt steht er nicht alleine da. Peter Scholl-Latour erklärte einem Journalisten in einem Fernsehinterview: "Wenn Sie keinen Glauben haben, sind Sie für Muslime kein Gesprächspartner."
Der günstige Stückpreis von € 1,20 bei 100 Exemplaren auf Vorbestellung könnte sicher manche Kirchengemeinde oder Gemeinschaft für diese Idee gewinnen. Der Einzelpreis beträgt € 2,50.
Am Esstisch der Diakonissen wurde unterschrieben
Zehn Jahre Rechtfertigungs-Erklärung der beiden großen Kirchen
Wildseidenpapier, gebunden in rotes Ziegenleder: In der Schrift "Stones Cerife" stehen auf den 48 Seiten die Sätze, um die evangelische und katholische Kirche 30 Jahre lang gerungen haben. Am 31. Oktober 1999 legte in Augsburg Zeremonienmeister Pfarrer Peter Thorn diese Dokumente vor die Vertreter des Vatikans, Kardinal Edward Cassidy und Bischof Walter Kasper.
Auf lutherischer Seite setzten der Präsident des Lutherischen Weltbundes, Christian Krause, und Generalsekretär Ishmael Noko ihre Namen unter die "Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre". Noko und Kasper fielen sich anschließend in die Arme und donnernder Applaus der Gottesdienstbesucher setzte ein. Zehn Millionen Fernsehzuschauer folgten der Gottesdienstübertragung aus der Augsburger Annakirche. In der Augsburger Innenstadt erlebten mehr als 2.000 Menschen über Videoleinwand die Zeremonie, die im ökumenischen Annäherungsprozess als Meilenstein gilt.
… bevor es Pflicht wird
Ein Mann mit einem großen Koffer hastet durch eine Flughafenhalle. »Wohin so eilig?«, fragt ihn ein Freund, dem er begegnet. Der Mann setzte seinen Koffer ab und sagte: »Im III. Reich wurde es verfolgt. Unter Adenauer war es verboten. Unter Kohl wurde es erlaubt. Jetzt werden sie als Pärchen in der Kirche gesegnet.« Dann greift er wieder nach dem Koffer und sagt: »Ich will weg sein, bevor es Pflicht wird.«
Diesem hypothetischen Tag sind wir gerade einmal wieder nähergekommen. Während in Deutschland das Bundesverfassungsgericht Homosexuellen in Steuer- und Rentenfragen Gleichbehandlung mit Ehepaaren beschert, erlaubt die lutherische Kirche in Schweden künftig die kirchliche Trauung von gleichgeschlechtlichen Paaren.

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