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BAföG für Missionare streichen

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KÖLN. (ibka/hpd) Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA e.V.) Nordrhein-Westfalen fordert eine Beendigung der staatlichen Zuschüsse für die Missionarsausbildung an Bibelschulen

"Eine bibeltreue und somit fundamentalistische Glaubensunterweisung darf nicht aus den Taschen aller Steuerzahler finanziert werden", sagt NRW Sprecher Rainer Ponitka. "Dies bezieht sich auf die staatliche Förderung der Bibelschulen ebenso wie auf die Finanzierung der Lernenden über das Bundesausbildungsförderungsgesetz. Der Glaube und die Weltanschauung sollten im demokratischen und pluralistischen Staat Privatangelegenheit sein. Eine Ausbildung zum Missionar muss privat gezahlt werden." Die Ausbildung der ‚Missionare auf Staatskosten’ sei zu beenden.

Hintergrund der Erklärung ist, dass im Juni 2009 die Bibelschülerinnen Rita Stumpp und Anita Grünwald aus der Bibelschule Brake (NRW) im Jemen ermordet wurden. Das tragische Ereignis machte auch bekannt, dass angehende evangelikale Missionare an einem guten Dutzend Bibelschulen in NRW Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz erhalten.

Mit dieser Möglichkeit des „Schüler-BAföGs“ wird auch aktiv Werbung betrieben. So schreibt die Bibelschule Brake unter dem Stichwort „BAföG: Schüler, die an ihrem ersten Schultag noch nicht 30 Jahre alt sind, können Schüler-BAföG beantragen. Wenn alles bleibt wie bisher gilt: Zuständig ist jeweils das Amt am Wohnsitz der Eltern oder eines Elternteils. Verheiratete, die während der Schulzeit im Kreis Lippe wohnen, müssen sich an das Amt für Ausbildungsförderung in Detmold wenden. Dort wird geprüft, ob und wie viel BAföG man erhält. Übrigens - dieses BAföG muss nicht zurückgezahlt werden.“

Quelle