Ägypten: “Kauft nicht bei Christen!”
Schon ein Urlaubsziel für diesen Sommer gefunden? Der nachfolgende Beitrag des ehemaligen Nahost-Korrespondenten der NZZ, ursprünglich publiziert von Christian Solidarity International (CSI) Schweiz, sollte in jedem Reisebüro ausliegen. Wir veröffentlichen ihn und bitten um Weiterverbreitung.
Wie einstige antijüdische Kampagne in Nazi-Deutschland
Kairo. Frei nach dem einstigen Nazi-Motto «Kauft nicht bei Juden!» hat in Ägypten eine Kampagne gegen koptische Geschäfte und Unternehmen unter dem Slogan «Kauft nicht bei Christen» begonnen. Das berichtet die Wochenzeitung «Watani» («Mein Heimatland»), die hauptsächlich von Kopten gelesen wird, unter Berufung auf eigene Recherchen und andere Medien.
Mit Werbung gegen Gott: Private Tour der Atheisten
In Großbritannien fing alles an: Auf öffentlichen Busse schalteten Atheisten Werbung für ein Leben ohne Gott. Da es "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" keinen Gott gebe, könnten die Menschen ihr Leben einfach genießen, so die Botschaft. Auch in Deutschland sollten Busse mit den Sprüchen plakatiert werden – doch Verkehrsbetriebe lehnten die Werbung ab. Dagegen wollen die Atheisten jetzt klagen.
Niederlande: Kirchenbesuch im Sinkflug
Die katholischen Pfarreien in den Niederlanden müssen sich offenbar auf drastisch sinkende Zahlen beim Kirchenbesuch einstellen. Forscher erwarten in den kommenden zehn Jahren einen Rückgang von 30 bis 35 Prozent. Nach Medienangaben schätzt das katholische Forschungsinstitut Kaski in Nimwegen, dass im Jahr 2020 landesweit nur noch 200.000 Menschen zur Sonntagsmesse zu erwarten seien. Derzeit kämen noch durchschnittlich 300.000. Mit mehr als vier Millionen eingetragenen Mitgliedern ist die katholische Kirche die größte Glaubensgemeinschaft in den Niederlanden.
(kna 29.05.2009 sk)
Weltweite Gebetswoche für Israel und Palästina
Der Weltkirchenrat möchte in diesem Jahr mit verschiedenen Informationskampagnen Politiker auf die „weltweite Woche zum Frieden in Palästina und Israel“ aufmerksam machen. Die Initiative der im Rat vertretenen christlichen Kirchen vom 4. bis zum 10. Juni schließt Friedensaktionen in den einzelnen Ländern mit ein. In England besuchen die Kirchen beispielsweise eine Fabrik, die Motoren für unbemannte Aufklärungsflugzeuge herstellt. Die Kirchen in Österreich haben den Parlamentariern einen Bericht über die humanitäre Situation in Gaza überreicht. Am Sonntag dem 7. Juni soll in den Kirchen ein Brief verlesen werden, der die verantwortlichen Politiker dazu aufruft, sich entschieden für einen anhaltenden Frieden in Israel und Palästina einzusetzen.
(rv 29.05.2009 ske)
Äthiopien: Ehemalige Muslime der Hexerei beschuldigt
(29. Mai 2009, Open Doors) – Im Südwesten von Äthiopien wurden vier ehemalige Muslime verhaftet. Wie jetzt bekannt wurde, mussten Awel*, Suleiman*, Abdu* und Redwan* im April für acht Tage ohne offizielle Anklage ins Gefängnis. Fundamentalistische Muslime hatten die vier verdächtigt, zu evangelisieren. Da ihnen dafür die Beweise fehlten, meldeten sie am 17. April den Behörden, die Christen würden in ihrem Haus heimlich Treffen abhalten und Hexerei betreiben. Die Behörden sandten eine bewaffnete Miliz zu dem Haus. Awel, Suleiman, Abdu und Redwan widersprachen den Vorwürfen, sich lediglich zu Gebetstreffen zu versammeln, doch die Miliz verhaftete die Christen. Nach Intervention einer lokalen protestantischen Kirche kamen die Männer nach acht Tagen frei.
Bischöfe und VELKD beraten
Die deutschen Bischöfe und die Leitung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands, kurz VELKD, haben eine neue Dialogkommission gegründet. In Kassel trat sie jetzt zu ihrer ersten Sitzung zusammen. Dabei ging es um das Thema „Gott und die Würde des Menschen“. Der katholische Ökumenebischof Gerhard Ludwig Müller zeigte sich zufrieden mit der neuen Gesprächsrunde: „Dies ist ein wichtiges Signal gegen alle, die meinen, um die Ökumene sei es derzeit schlecht bestellt.“ Die Dialogkommission setzt die theologischen Gespräche fort, die seit Mitte der 70er Jahre von der Deutschen Bischofskonferenz und der VELKD geführt werden.
Christen kontern mit evangelistischer Buskampagne
Während an diesem Samstag der erste Atheisten-Bus auch in Deutschland fährt, nutzen Christen in Berlin die mediale Aufmerksamkeit, um zu evangelisieren – und zwar mit denselben Mitteln. "Campus für Christus" sponsert einen Bus mit der Aufschrift "Und wenn es ihn doch gibt…".
"Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ) keinen Gott." Dieser Satz geht derzeit um die Welt. Oder besser, er rollt. Spanien, Großbritannien und die USA kennen die Busse mit den Atheisten-Botschaften schon, ab Samstag fährt einer von ihnen auch durch Deutschland. Doch er ist nicht allein. Auf der Tour bis zum 18. Juni werden die Atheisten von einem Bus der Organisation "Campus für Christus" (CfC) begleitet. Diese "Gottkennen-Tour" wirbt mit dem Slogan "Und wenn es ihn doch gibt…".
Obama ermutigt Abbas
WASHINGTON (inn) - US-Präsident Barack Obama hat Israel erneut aufgefordert, den Siedlungsbau zu stoppen. Gleichzeitig rief er die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) auf, gegen antiisraelische Angriffe vorzugehen. Am Donnerstag traf er in Washington mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zusammen.
Er habe dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu mitgeteilt, dass "jede Seite unter der Roadmap Verpflichtungen hat", sagte Obama laut der palästinensischen Nachrichtenagentur "Ma´an". "Auf der israelischen Seite schließen jene Verpflichtungen den Siedlungsstopp mit ein." Der US-Präsident fügte hinzu: "Ich bin zuversichtlich, dass Israel, wenn es seine langfristigen strategischen Interessen beachtet, eine Zweistaatenlösung anerkennen wird."
Achmed sollte sterben
Nachdem Achmed aus dem Norden Nigerias Christ wurde, erklärten ihn seine Verwandten zum Verbrecher. Seinen richtigen Namen dürfen wir nicht nennen. Der 18-Jährige ist untergetaucht, denn er weiß, dass seine Verfolger nicht eher ruhen werden, bis er zum Islam zurückkehrt oder sie ihn getötet haben.
USA: Reformierte schließen sich zusammen
Zwei große Verbände reformierter Kirchen schließen sich zusammen. Das kündigten der Reformierte Weltbund und der Reformierte Kirchenrat jetzt an. Die Fusion soll 2010 im US-Bundesstaat Michigan stattfinden. Eine Großkonferenz von 37 reformierten Kirchen bereitet sie derzeit im schweizerischen Genf vor. Den reformierten Kirchen gehören weltweit etwa 75 Millionen Christen an.
(apic 28.05.2009 sk)

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