Zu viel Toleranz endet in Naivität

5 August, 2008 - 08:09

Nun soll auch Tuttlingen eine Moschee samt Gemeindezentrum bekommen. Das Ansinnen der türkischen Gemeinde kann ich nicht teilen. Die Menschen werden durch ein solches Zentrum automatisch unter sich bleiben. Meines Erachtens würde dadurch eine Gesellschaft, die sich absondert, geradezu gefördert. Die Anzeichen in Tuttlingen sind ja bislang schon vorhanden. Die Politik hat das Recht und auch die Pflicht, Grenzen zu setzen. Die Entscheidungen müssen zum Wohle der Allgemeinheit getroffen werden. Es kann doch nicht sein, dass eine Minderheit bestimmt wo es lang gehen soll.

Interessant ist für mich auch, dass sich immer nur Muslime diskriminiert und nicht anerkannt fühlen, sollte es so nicht laufen wie sie es wollen. In jedem Land der Erde muss man sich den gewachsenen Gegebenheiten anpassen und auch einen eigenen Beitrag leisten, um integriert werden zu können. Dies ist durch Forderungen stellen kaum erreichbar. Unsere- westliche Kultur ist zwischenzeitlich so tolerant, dass sich jeder Fremde bei uns wohl fühlen kann.

Vom Vorstand der türkisch-islamischen Gemeinde zu Tuttlingen ist zu hören, dass die Moschee ein Zeichen sein soll, damit sich die Gemeinschaft nach außen öffnen kann. Für mich ist dieses Argument nicht schlüssig. Den Satz: "Unsere Türen stehen jedem offen", würde ich so nicht gerne stehen lassen, denn, wollen dies Muslime überhaupt? Unsere Entscheidungsträger sollten sich nicht für dumm verkaufen lassen und so tun, als ob sie bestimmte Strategien nicht erkennen könnten. Toleranz ist gut. Ein Zu viel davon endet in Naivität.

Ich möchte meinerseits schon wünschen, dass auch die nachfolgende Generation in einem freien und demokratischen Tuttlingen leben kann. Wir sollen uns immer vor Augen halten, dass eine Parallelgesellschaft auch eine Gefahr für den inneren Frieden sein kann.

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