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Wie Gemeinden der Pornosucht begegnen können
18 November, 2008 - 16:59
B e r g n e u s t a d t (idea) – Angesichts der zunehmenden Pornosucht sollten Gemeinden seelsorgerliche Angebote für Betroffene machen. Dafür hat sich der Psychiater und Chefarzt der Klinik Sonnenhalde in Riehen bei Basel, Samuel Pfeifer, auf einer Seelsorgekonferenz des Missionshauses Bibelschule Wiedenest (Bergneustadt/Bergisches Land) ausgesprochen. Das Durchschnittsalter beim Erstkontakt mit Pornografie im Internet liege bei elf Jahren, so Pfeifer.
90 Prozent der 8- bis 16-Jährigen hätten schon Pornoseiten besucht, meist während der Hausaufgaben. Diese Jugendlichen lernten häufig die Liebe nicht mehr kennen. Dies führe in eine sexuelle Tragödie. Pfeifer gab Tipps, wie Gemeinden den Betroffenen helfen können. In der Seelsorge müssten sie darauf hinwirken, dass die Betroffenen ihre Sucht eingestehen. Hilfreich sei es dann, den Zugang zum Computer zu erschweren und ihn an einer gut einsehbaren Stelle aufzustellen. Kinder könnten vor Pornografie durch eine Sicherheitssoftware geschützt werden. Zugleich müssten die Betroffenen ermutigt werden, sich einem Seelsorger oder der Ehefrau anzuvertrauen. Ferner sei es wichtig, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, etwa in Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen von Organisationen wie Wüstenstrom (Tamm bei Ludwigsburg) oder dem evangelischen Fachverband für Sexualethik und Seelsorge Weißes Kreuz (Ahnatal bei Kassel).
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