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Versammlungsverbot für Hauskirchen in China während Olympia
14 August, 2008 - 12:04
Zahlreiche chinesische Hausgemeinden unterliegen während der Olympischen Spiele einem Versammlungsverbot. Gemeinschaften wie die Maizi oder die Evangelium-Hauskirche hätten ein entsprechendes Dokument unterschreiben und ihre Treffen einstellen müssen, sagte Yu Jie, Mitbegründer der Arche-Hauskirche am Donnerstag dem epd in Peking. Nach Angaben der US-amerikanischen Hilfsorganisation für verfolgte Christen „China Aid Association“ mussten viele Pastoren eine sogenannte „Garantieerklärung über temporäre Nichtabhaltung von christlichen Versammlungen während der Olympischen Spiele“ unterzeichnen. Das Versammlungsverbot in China gilt vom 15. Juli bis 15. Oktober 2008. Die Arche-Hausgemeinde, die dem Verbot nicht unterliegt, schützt nach Einschätzung Yus ihr internationaler Bekanntheitsgrad vor größeren Einschränkungen. „Die Polizei hat unseren Pastor zu einer langen Unterredung einbestellt“, erläuterte Yu. „Er musste nichts unterzeichen, aber versprechen, die Treffen sehr klein zu halten.“ Dafür hätten Polizisten den Vermieter ihres Versammlungsraumes unter Druck gesetzt, sagte der 35-Jährige. „Aber der hat Mitleid mit uns und wird uns nicht rausschmeißen.“ Kleinere häusliche Bibelkreise sind in China offiziell erlaubt. Sicherheitsbehörden gehen jedoch immer wieder gegen aktive und große Hausgemeinden vor.
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