M a l a t y a (idea) – Im Prozess um die Ermordung von drei evangelikalen Christen 2007 im osttürkischen Malatya gehen die Ermittlungsbehörden einer neuen Spur nach. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gibt es Hinweise, nach denen die fünf Angeklagten möglicherweise Mitglieder einer groß angelegten politischen Verschwörung sind, die für zahlreiche Morde in der Vergangenheit verantwortlich sein soll.

Das berichtet der Nachrichtendienst „Compass Direct“ (Santa Ana/US-Bundesstaat Kalifornien). Die Anklagevertreter stellten am zehnten Verhandlungstag am 21. August den Antrag, in den Fall die Ermittlungen gegen die ultranationalistische Gruppierung Ergenekon einzubeziehen. Zu dieser Bewegung sollen ehemalige Generäle, Politiker, Journalisten und Mafia-Mitglieder gehören, die die Wiederherstellung eines großtürkischen Reiches und den Sturz der Regierung anstreben. Wie es hieß, soll Emre Gunaydin, der mutmaßliche Haupttäter, Kontakte zu einem ehemaligen Brigadegeneral und einem Journalisten gehabt haben, die wegen ihrer Mitgliedschaft bei Ergenekon inhaftiert wurden. Gunaydin behauptet, den General nicht zu kennen. Die Kontakte zu dem Journalisten hatte er bereits eingeräumt. Die Staatsanwaltschaft geht darüber hinaus weiter Spuren nach, nach denen die nationalistische Jugendorganisation Ulku Ocaklari die Ermordung der drei Christen angeordnet haben soll.

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