Der Iran hat am Samstag eine weitere Frist der UNO zum Stopp seiner umstrittenen Uran-Anreicherung verstreichen lassen. Wie Präsident Mahmud Ahmadinedschad bei einem Treffen mit dem syrischen Staatschef Bashar al-Assad in Teheran erklärte, werde sein Land "kein Jota" nachgeben, und weiterhin den Aufbau eines zivilen Nuklearprogramms verfolgen. Unter dem Schlagwort 'freeze for freeze' hatten die westlichen Verhandlungspartner angeboten, sämtliche Sanktionsgespräche im Sicherheitsrat auszusetzen.

Ahmadineschads deutliche Äußerungen, er wolle Teherans Rechte im atomaren Bereich festigen, riefen gemischte Reaktionen unter westlichen Diplomaten und Politikern hervor. Die Europäische Union scheint gewillt, dem Iran noch einige Tage Zeit für eine Antwort zu geben. Ein EU-Beamter erklärte in Brüssel, der Außenbeauftragte Javier Solana habe noch keine Rückmeldung aus Teheran erhalten, erwarte aber innerhalb dieser Woche "eine klare Antwort". Der Sprecher der USA im UN-Sicherheitsrat, Richard Grenell, warf dem Iran mangelndes Engagement vor und stelle klar: "Sie lassen dem Sicherheitsrat keine andere Wahl als die Verabschiedung weiterer Sanktionen."

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