DruckversionIn diesen wenigen Worten geht es um etwas Grundsätzliches. Wir lesen die Aufforderung, dass wir uns freuen sollen, öfters in der Bibel. Diese Aufforderung gilt ausschließlich uns Christen, denn Paulus spricht die Gemeinde mit „meine Brüder“ an.
Wieso sollen wir uns freuen? Was ist der Grund dafür? Es geht um den Herrn, um unseren Herrn. Wenn man das Kapitel weiter liest, wird das immer klarer.
Paulus bezeugt, wie der Herr Jesus in seinem Leben gewirkt hat. Er schreibt, dass er alles, was er früher (als Saulus) für Gewinn erachtete, jetzt als Schaden erachtet (V. 7/8). Wir wissen, dass Paulus früher die Christen verfolgt hatte, doch dann selbst Christ wurde. Er wurde vom Verfolger zum Verfolgten, weil er eine radikale Sinnesänderung (Bekehrung) vollzog. Menschlich gesehen ging es ihm nun schlechter, aber geistlich gesehen hatte er alles. Deshalb wird er nicht müde und fordert zur Freude im Herrn auf.
Wie sieht es hier in unserem Leben aus? Ist uns eigentlich klar, dass wir Grund zur Freude haben? Der Grund dafür liegt niemals in der Welt und ihren Freuden, sondern einzig und allein in unserem Herrn Jesus Christus. Er ist für uns ans Kreuz gegangen und hat uns erlöst von Sünde, Gericht und Hölle. Wir selber hätten dies nie bewerkstelligen können. Es ist reine Gnade und es gibt keinen besseren Grund zur Freude. Wer das erkannt hat, der lebt christusgemäß und vom Ziel her. Paulus schreibt, dass er „dem Kampfpreis der himmlischen Berufung“ nachjagt (V. 14). Der Himmel ist sein Ziel. Er ist auch unser Ziel. Hier auf der Erde sind wir nur Gäste, dort im Himmel ist unser „Bürgerrecht“ (V. 20).
Mögen wir immer wieder in der Gewissheit leben, dass unsere Freude aus der Ewigkeit gespeist wird und uns in Dankbarkeit sowohl über das Werk Jesu am Kreuz als auch über die kommende Herrlichkeit freuen.
Sebastian Gruner (Erlbach-Kirchberg)