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Bahnhofsmission: Hilfe für 2,2 Millionen Menschen
31 August, 2008 - 17:19
H a m b u r g (idea) – Im vergangenen Jahr haben die rund 1.500 Mitarbeiter der 99 Bahnhofsmissionen in Deutschland 2,2 Millionen Menschen in unterschiedlichen Notlagen geholfen. 1,2 Millionen Besucher schauten vorbei, um sich bei einer Tasse Kaffee oder Tee auszuruhen. Insgesamt wurden mehr als fünf Millionen Hilfsleistungen vollbracht, teilte die Konferenz für Kirchliche Bahnhofsmission mit.
Das Spektrum reichte von der Fahrplanauskunft über die Erstversorgung von Wunden bis hin zu Informationen über örtliche soziale Hilfseinrichtungen. Bei 40 Prozent aller Gäste habe es sich um sozial benachteiligte oder ausgegrenzte Menschen gehandelt. Um 9 % auf 170.000 sei in den vergangenen fünf Jahren die Zahl der Hilfesuchenden mit psychischen Erkrankungen gestiegen. Diesen Trend hält die Bahnhofsmission für „bedenklich“. Ursache dafür seien vermutlich wachsende Mehrfachbelastungen sozial benachteiligter Personen. Arbeits- und Wohnungslose, Suchtmittelabhängige und isolierte Menschen seien erheblich stärker belastet als andere Bevölkerungsgruppen, hat die Bahnhofsmission festgestellt. Viele dieser Menschen hielten sich in Ballungszentren im Bahnhofsbereich auf. 432.000 Mal halfen die Mitarbeiter Reisenden beim Ein-, Um- oder Aussteigen. In diesem Bereich sei die Nachfrage gegenüber dem Vorjahr um 16 % „merklich zurückgegangen“, hieß es.
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