Aug
22
Auch Juden die Botschaft Jesu Christi bringen
22 August, 2008 - 18:36
W o l t e r s d o r f (idea) – Christen dürfen Juden die Botschaft von Jesus Christus nicht vorenthalten. Das hat die Weltweite Evangelische Allianz unterstrichen. Eine 13-köpfige internationale Projektgruppe der Theologischen Kommission verabschiedete am 22. August in Woltersdorf bei Berlin eine „Erklärung zur Einzigartigkeit Jesu und zur Evangelisation unter Juden in Europa heute“.
In dem zweiseitigen Dokument heißt es, dass jeder Christ dazu aufgerufen sei, das Evangelium aller Welt zu verkünden. Das schließe die Juden nicht aus. Sowohl Jesus selbst als auch der Apostel Paulus hätten sich stets zuerst an die Juden gewandt. „Nichts ist seit Jesu Kommen geschehen, das etwas daran ändern würde, dass Israel und die Nationen das Evangelium brauchen“, heißt es in der Erklärung.
Zeichen der Versöhnung
Zur Eröffnung der fünftägigen Konferenz hatte der Vorsitzende der Theologischen Kommission der Weltweiten Evangelischen Allianz, Rektor Rolf Hille (Tübingen), erklärt, von dem Treffen solle auch ein deutliches Zeichen der Versöhnung zwischen Deutschen und Juden ausgehen. Man dürfe die unvorstellbaren Verbrechen des Naziregimes am europäischen Judentum, die bis heute eine furchtbare Schuld des deutschen Volkes markierten, nicht verschweigen. In der Erklärung heißt es: „Wir bedauern zutiefst, dass während des Völkermordes durch den Holocaust, als das jüdische Volk in seiner größten Gefahr war, die meisten Christen geschwiegen haben.“ Aufgrund des Holocausts gebe es aber auch den Trend, Mission und Evangelisation unter Juden gänzlich durch den jüdisch-christlichen Dialog zu ersetzen. Der Grund sei, dass viele unsicher im Umgang mit Juden seien. „Aber wir glauben, dass Liebe nicht untätig bleiben kann“, so die Autoren des Papiers, darunter messianische Juden aus den USA und aus Großbritannien. Und dazu gehöre die Weitergabe des Evangeliums. Christen dürften nicht wegsehen, wenn Juden dieselbe tiefe Sehnsucht nach Vergebung der Sünden und wahrem Frieden hätten wie alle anderen Menschen auch. Jesus sei eben mehr als ein Prophet oder ein Lehrer, nämlich der einzigartige Sohn Gottes, der die alttestamentlichen Verheißungen erfülle, indem er „vom Tod erlöst und ewiges Leben bringt“.
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben



