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Atheisten warnen: Evangelikale gewinnen an Einfluss
15 August, 2008 - 14:14
A s c h a f f e n b u r g (idea) – Vor einem wachsenden Einfluss der Evangelikalen in Deutschland warnt der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten. Die Organisation setzt sich in der neuesten Ausgabe ihres in Aschaffenburg erscheinenden Magazins mit dieser Bewegung auseinander. Drei Beiträge widmen sich dem Thema „Luthers Erben – Evangelikale in Deutschland“.
Während die „liberale EKD“ seit Jahren Mitglieder verliere, verzeichneten viele evangelikale Gruppen Zuwächse, schreibt Redaktionsmitglied Frank Welker. Gemeinsames Merkmal der Evangelikalen sei ihr enormes Sendungsbewusstsein: „Die Missionierung und damit die Rettung Ungläubiger ist ein wichtiger Kern ihres religiösen Lebens und letztlich auch der Schlüssel zu ihrem Erfolg.“ Prominente Politiker machten sich für die Evangelikalen stark. So gehörten die Ministerpräsidenten von Bayern und Niedersachsen, Günther Beckstein (CSU) und Christian Wulff (CDU), zu den Unterstützern der missionarischen Aktion ProChrist. Besonders stark setze die evangelikale Bewegung auf das Internet. Vermutlich sei die Mehrheit aller christlichen Webseiten evangelikal ausgerichtet. Auch hier spiegele sich der Missionierungsdrang der Bewegung wider. Fazit des Beitrags: „In den letzten Jahren wurde viel über den Islam und dessen Hang zum Fundamentalismus diskutiert, nahezu unbeachtet blieb jedoch die Ausbreitung des christlichen Fundamentalismus.“ Dabei seien die Probleme in vielen Punkten die gleichen, etwa rigide Moralvorstellungen, Schulboykotte und Ablehnung der Homosexualität.
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