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Antichristliche Ausschreitungen in Indien
28 August, 2008 - 08:48
Neu-Delhi - Die religiös motivierten Ausschreitungen zwischen Christen und Hindus in Indien dauern an. Bereits 14 Menschen seien dabei ums Leben gekommen, berichtete der indische TV-Sender NDTV am Mittwoch. Offiziell war von zehn Toten die Rede. Die Krawalle im Bundesstaat Orissa hatten begonnen, nachdem am Wochenende ein radikaler Hindu-Führer getötet worden war. Zentrum des Aufruhrs ist der Kandhamal-Distrikt. In der Region ist eine Ausgangssperre verhängt worden. Hunderte Polizisten sind im Einsatz.
Zwölf Kirchen wurden nach Angaben lokaler Medien in dieser Woche abgebrannt. "Die Situation hat sich in den vergangenen drei Tagen verschlechtert", erklärte der Innenminister des Bundesstaates, Sri Prakash Jaiswal. Man habe im Moment Schwierigkeiten, Recht und Ordnung wiederherzustellen. Der getötete Hindu-Führer Swami Laxmananand Saraswati betrieb in der labilen Region eine Kampagne gegen das Schlachten von Kühen und christliche Missionstätigkeit. Etwa 600 000 Menschen leben in dem bettelarmen Distrikt im Nordosten Indiens. 150 000 davon sind Christen. Die meisten von ihnen sind kastenlose Dalits, also Unberührbare.
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